Auf den ersten Blick sieht das mal wieder nach einem weiteren Fetisch aus, ist es aber nicht. Damenunterwäsche erweist sich oftmals als die einzig sinnvolle Lösung, bequeme und bezahlbare Unterwäsche zu bekommen.
'Mir kann niemand erzählen, dass er als Mann alles in einem Damenslip verstauen kann ...' - Diese Aussage konnte ich in
einer Mail lesen, die ich im Rahmen meiner Feedbacks bekommen habe. Leider fehlt dem Verfasser der nötige Weitblick und die eigene Erfahrung.
Gut, ich selbst benötige (leider) nicht so Unmengen viel Platz. Dennoch gibt es Modelle, die selbst in leicht erregtem Zustand noch genug
Dehnungsreserve bieten. Es kommt eben aus den Schnitt und das Material des jeweiligen Modelles drauf an. Die weichen und elastischen
Microfasermodelle bieten enorm viel Spielraum, ohne dabei einzuengen. Umgekehrt haben sie so wenig Stoff, dass ein übermäßiges Schwitzen
oder sonstiges Gewurschtel vermieden wird. Ich gehe jede Wette ein, dass meine alten Baumwollnen von Schiesser zwar den Platz, aber bei
weitem nicht den Tragekomfort bieten, auch wenn sie mindestens genauso teuer waren. Gerade das war ja auch mein Grund zum Wechsel. Wenn
der Verfasser aber dabei nur an einen kleinen Stringtanga gedacht hatte, dann mag er wohl Recht haben. Aber es gibt eben auch andere
Modelle (z.B. Jazzpant, TAI), die hervorragend passen. Da können Herrenmodelle im Allgemeinen nicht mithalten. Eine gute Übersicht ist
z.B. bei Dessous-Monde zu finden.
Hier sollten Sie sich einmal die 'Sloggi Sensual' Serie näher anschauen.
Es ist eben wichtig, dass die Unterwäsche im Geschäft anprobiert wird, um Überraschungen und Fehlkäufe zu vermeiden. Und wie schon gesagt, es kommt neben der entsprechenden Modellwahl und Beratung vor allem auf das Material an. So wird sicherlich jeder das richtige und passende Modell finden. Der gute Nebeneffekt an der Sache ist dabei, dass neben dem Tragekomfort auch noch ein Preisvorteil vorhanden ist.
Ich habe sie Jahrzehnte lang getragen und bin nun vollkommen davon losgekommen - ich vermisse sie nicht. Wie auch, bei
der Auswahl an Damenmodellen? Und umgekehrt, wie auch, bei dem Angebot an Herrenwäsche?
Im Februar '08 stand im Südkurier, dass sich die enganliegende (längere) Pantform mit Bein beim Mann endgültig durchgesetzt hat und
diese sogar ziemlich bunt sind. Schön - nur wer kauft diese Dinger wirklich? Geht man einmal durch die Wäschabteilungen der Warenhäuser,
dann sind dort meist nur Frauen zu sehen - auch in den Herrenabteilungen. Es wird zwar auch einige Frauen geben, die auf Männerunterwäsche
stehen, aber dennoch sind es in vielen Fällen die Frauen, die ihren Partnern die Unterwäsche kaufen. Würde sie dagegen zu Damenmodellen
greifen, würden deren Männer auch diese anziehen.
Deshalb vermute ich einmal, dass die Frauen hierbei nur nach ihrem Empfinden vorgehen und dementsprechend ihre Wahl treffen. D.h. diese
Modelle müssen nicht unbedingt auch die erste Wahl bei Männern sein. Ich habe nicht so ein Herrenmodell und werde mir auch nie so eines
kaufen bzw. anziehen. Ich kenne aus eigener Erfahrung nur die Slip-Form aus Baumwolle - und dahin möchte ich ganz sicher nicht mehr zurück.
Deshalb stelle ich einmal die Vermutung an, dass auch die Pant-Modelle viel zu unbequem und ungesund (wegen zu viel Stoff) sind. Aber auch
hier gilt der Grundsatz: jeder so, wie er oder sie es am liebsten möchte.
Das gleiche gilt auch für Boxer-Shorts. Was soll diese Form? Gerade wenn es in der Hose etwas enger zugeht, dann sind diese Unmengen an
Stoff doch der reinste Horror oder etwa nicht? Zusammen mit einem Rock sind sie dagegen sicherlich bequem, weil auch genügend Platz zur
Entfaltung vorhanden ist. Aber da sind wir dann wieder beim Thema Mann und Rock.
Auch im Bereich der Unterwäsche liegt im Angebot für Männer einiges im argen. Wirklich bequeme und praktische Modelle fehlen oder sind extrem teuer. Mal abgesehen von einzelnen Modellen, die besonders verziert oder sehr knapp geschnitten sind, ist das Angebot im Damenbereich auch für Männer durchaus interessant.
Bei den obigen Betrachtungen ging es hauptsächlich um Slips, also Unterhosen. Die gleiche Betrachtung kann bei Unterhemden
gemacht werden, wobei hier die Auswahl schon nicht mehr ganz so geeignet ist. Weitere Wäsche, wie z.B. Bodys, kann durchaus auch interessant
und bequem sein. Es kommt eben jeweils auf den Schnitt an.
Darüber hinaus besteht keine wirkliche Notwendigkeit. Weitere Teile liegen eindeutig im Bereich Fetisch/Wellness/sonstiges. Oder welcher
Mann braucht schon wirklich einen BH oder eine Corsage - ich denke mal: niemand. Andererseits, wenn es einem gefällt und man sich darin
wohl fühlt, warum nicht.
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Stand: 19. Februar 2008
