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Nun hatte es doch endlich noch geklappt - nachdem das Harem-Konzert
vom 11.5.04 auf den 1.10.04 verschoben wurde ... |
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Unverständlich war mir deshalb, warum Sarah Brightman sich damit
zufrieden gab, vor (im Prinzip) leeren Rängen zu singen. Der Innenraum bietet je
nach Bestuhlung ca. 2100-4800 Plätze, die Ränge weitere ca. 5000 Plätze. Der Innenraum
war mit angeblich ca. 3000 Besuchern fast ausverkauft, die Ränge blieben aber leer. Nur
ein paar VIPs waren dort zu sehen. Und ich bin mir sicher, mit der richtigen Werbung
wären alle 9800 Plätze zu besetzen gewesen. Es bestand aber von Verkaufsbeginn an
kein Interesse von Seiten der Veranstalter - ganz schön dumm. |
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Bei der Musik von Sarah Brightman gibt es groß keinen
Spielraum, entweder man lehnt sie ab, oder man ist ihr vollkommen verfallen.
Bei mir gilt der zweite Fall. |
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Im Gegensatz zu vielen anderen Sängerinnen zeigte sich bei dem Konzert ganz
eindeutig, dass Sarah Brightman es nicht nötig hat, Playback zu singen. Sie trifft
sicher ihre Töne, selbst dann, wenn einem selbst beim mitsingen schon längst die
Puste ausgegangen ist. Sarah kann eben singen, egal ob sie nebenbei tanzt oder
mal eben durch die Lüfte schwebt. - Ein Augen- und Ohrenschmaus!
In einem Fernsehinterview sagte sie einmal (sinngemäß), dass sie in den Konzerten
versucht, mit der Bühnenshow und der gefühlvollen Musik das Publikum vom ersten
bis zum letzten Ton in ihren Bann zu ziehen und zu faszinieren. Und genau das
ist ihr gelungen ...
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Sarah Brightman's Konzert - Harem World TourMit den leisen Tönen von 'Kama Sutra' fing die Show an und jeder wartete auf den spannenden Moment, bis Sarah endlich die Bühne betrat - ein tosender Applaus begrüßte sie. Mit dem Lied 'Harem' begann das gigantische Konzert. |
Was sich leider schon bei 'Harem' zeigte, bestätigte sich bei 'It's a beautiful day' erst recht: Sarah war absolute Weltklasse - ein Weltstar eben - ihre Band war ebenfalls absolute Spitzenklasse, aber ihr Tontechniker war scheinbar schon hörgeschädigt. Die Lautstärke und die daraus resultierende Übersteuerung der Lautsprecher war eine Zumutung. Sarah's Stimme ging in dem 'Krach' vollkommen unter. Das war wirklich sehr schade, so einen Stümper hat sie nun wirklich nicht verdient. Vielleicht hatte der früher mal für AC/DC oder so in der Richtung gearbeitet ...
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So ging leider auch eines meiner Lieblingslieder 'Anytime, Anywhere' in der Dröhnung etwas unter. 'Who wants to live forever' war schon ein Knaller, wurde dann aber von den absoluten Höhepunkten der ersten Hälfte 'La Luna' und 'Nessun Dorma' noch übertrumpft. Hier zeigte sich auch, dass die Lautstärke für die wenigen Begleitinstrumente der Klassikparts gut gewählt war. Diese Lieder sind Balsam für die gestresste Seele (und das Ohr) - einsame Spitze. |
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Nach der Pause ging es in der gleichen Art und Weise
weiter. Klassik, fetziger Pop und Musical-Klänge gepaart mit einer
effektvollen Licht- und Bühnenshow. So wie auch das sehr gefühlvolle und
romantische Lied 'What a wonderful world'. |
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Kurz nach 22 Uhr erklang dann leider schon 'Time to say
goodbye' - das Ende war nahe. Jedoch während der fest eingeplanten zweiten Zugabe
war die Frankfurter Festhalle bei 'A question of honour' nun vollends am
beben. Besser hätte die Stimmung nicht mehr sein können. Eigentlich hätte sie
gerade so weiter machen können ... |
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Erstaunlich ist nur immer wieder, dass bereits kurz vor Schluss
die ersten Besucher den Saal verlassen und kurz nachdem das Licht angeht,
die Bühne schon abgebaut wird. Gut, Sarah trat am anderen Tag in Brüssel auf,
aber ich hätte dennoch erwartet, sie wenigstens noch eine Stunde im Foyer zu
sehen. Gegen 22:45 Uhr war aber schon alles dunkel und zugesperrt.
Aber wie auch immer - Sarah Brightman live zu erleben war schon etwas ganz besonderes.
Die 290 Euro (für mich und meine Tochter) waren eine gute Investition. Hoffentlich
kommt Sarah bald wieder nach Deutschland ...
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Die FahrtFreitags über Stuttgart nach Frankfurt fahren ist eine echte
Zumutung. Für die ersten 150 km hatte ich zweieinhalb Stunden gebraucht. Für
die restlichen 200 km incl. Frankfurter Stadtverkehr und Pause dann nochmal etwas über zwei
Stunden. Es sind einfach zu viele Chaoten und Angsthasen unterwegs. |
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NachwehenWelch ein Zufall - Sonntag Vormittag (3.10.04) lief auf
Südwest 3 die 'La Luna' Reportage. Das war genau der richtige Abschluss für
diese Wochenendtour. |
Passend zu dem Konzert gibt es die Live CD und DVD. Gut, die Aufnahmen sind zwar aus Las Vegas, aber direkt vergleichbar mit dem in Frankfurt erlebten. Ein absolutes Muss für Konzertbesucher.
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Hinweis: Die Konzertbilder sind von Sarah
Brightman's Homepage entnommen. Sie stammen zwar nicht vom Frankfurter
Konzert, entsprechen aber dem erlebten.
Fotografieren war leider verboten, was aber einige nicht davon abhalten konnte.
Ich musste mich zwangsläufig dran halten (den Fotoapparat musste ich leider
abgeben), deshalb verwende ich diese Bilder.
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Klaus Weber - 7. Oktober 2004
