Warum ziehen Männer auch Damenschuhe an?Im Gegensatz zu Feinstrumpfhosen und Unterwäsche, ist ein rein praktischer Nutzen oder ein bequemeres Laufen angesichts hoher Absätze
nicht sofort ersichtlich. Diejenigen Männer, die aber auch Röcke und sonstige Damenkleidung tragen, ziehen natürlich auch Damenschuhe wie z.B. Pumps an -
warum auch nicht, denn sie gehören einfach mit dazu. |
Es gibt aber auch praktische Gründe und Vorteile, die zum Kauf von Damenschuhen animieren. Einige persönliche Gründe werde ich weiter unten aufzeigen.
Daneben gibt es aber sicherlich noch weitere Gründe, wie z.B. Neid (siehe weiter unten) ...
Bei Damenschuhträgern generell von Fetischisten zu sprechen, ist genauso falsch, wie bei Feinstrumpfhosen. Denn zum Fetisch gehört immer der sexuelle
Aspekt. Ist der nicht gegeben, sondern nur der Spaß- und praktische Faktor, dann handelt es sich lediglich um eine Leidenschaft oder Marotte, die
ausgelebt wird - mehr nicht.
Oder gibt es einen praktischen Grund für das 50. Paar Schuhe einer Frau? Wäre diese Frau dann nicht auch eine Fetischistin?
Bei der Absatzhöhe kommt es auf den Verwendungszweck an. Für die Männer, die ständig Damenschuhe tragen, können sie sicherlich nicht hoch genug sein. Einige Spezialgeschäfte bieten aus diesem Grund auch beispielsweise Pumps in Größe 45 mit mehr als 10 cm an. Es gibt Männer, die tasächlich damit gehen können. Genauso wie auch Frauen, die es zwar versuchen, aber sichtbar ihre Probleme damit haben - sie machen es aber trotzdem.
Generell dürfte es bei Männern aber genauso wie bei Frauen sein: es ist jede Vorliebe vorhanden, von flach bis zum High Heel. Zu sagen, Männer bevorzugen
nur flache oder nur hohe Absätze wäre also falsch. Es kommt eben darauf an, was der Träger gewohnt ist und was ihm Spaß macht oder steht. Genauso macht
es einen Unterschied, ob der Schuh nur im Haus oder auch draußen getragen werden soll. Drinnen wird er sicherlich höher sein. |
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Auch hier darf wieder einmal neidisch in die Damenabteilung geblickt werden. Auf schätzungsweise einen Herrenschuh kommen
zehn Damenschuhe. Das mag auch das 50. Paar erklären, das in den Schuhschrank der Frau gepackt wird.
Es ist nun einmal so, dass es nicht nur den einen Pumps gibt, es gibt eine riesige Vielfalt an verschiedenen Modellen. Von spitz über
abgerundet, offen oder mit Riemchen usw. bis hin zu den verschiedenen Absatzhöhen und Farben. Da kann man nicht nur ins Schwärmen kommen, sondern auch
regelrecht neidisch werden.
Und das ist nicht nur bei Pumps so, sondern gilt auch für Ballerinas, Sandaletten, Stiefelletten, Stiefel usw. D.h. wenn ein Mann ein Paar
Schuhe zu verschiedenen Hosen hat, dann hat seine Partnerin gleich mehrere Schuhe zur Auswahl. Je nach Anlass, Wetter und persönlicher Stimmung.
Blickt man dagegen in die Herrenabteilungen, dann herrscht eher die Eintönigkeit vor. Und wenn wirklich einmal ein gut aussehendes Modell
dazwischen hervorsticht, dann passt es nicht. Ist schon irgendwie deprimierend ...
In der Öffentlichkeit ist es auf den ersten Blick eher selten, einen Mann in Pumps (und hohen Absätzen) anzutreffen. Auszuschließen ist es aber nicht. Flache, unscheinbare Damenschuhe sind an Männerfüßen wahrscheinlich öfters zu sehen, als man denkt. Sie fallen nur eben nicht auf. Auffallen würden sie wahrscheinlich erst dann, wenn das typische 'Klackern' von festen Absätzen zu hören ist. Wobei es auch Herrenschuhe mit entsprechend festen Absätzen gibt. D.h. nur eine typische Form, wie sie bei Pumps anzutreffen ist, würde auffallen.
Leider ist es bei Damenschuhen so, dass normalerweise bei Größe 41 Schluss ist. Mittlerweile gibt es aber auch Modelle, die bis Größe
42 oder sogar 43 gehen. Eine große Ausnahme ist C&A: hier geht das Sortiment teilweise bis Größe 44. Ob hierbei bewusst auch an Männer gedacht wurde,
entzieht sich allerdings meiner Kenntniss, wobei ich nicht daran glaube.
Weiterhin gibt es verschiedene Weiten F, G und H. Der überwiegende Teil liegt im Bereich F und G, sind also sehr schmal geschnitten. D.h. hier sind
schmale Füße, so wie meine, eindeutig im Vorteil.
Von der Passform her ist es aber generell so wie bei allen anderen Kleidungsstücken auch: einige passen wie angegossen, andere dagegen drücken oder sind
zu weit. Die mögliche Annahme, dass alle Damenschuhe kleine Folterinstrumente sind, stimmt also nicht (immer).
Problematisch ist generell (wie auch bei Herrenschuhen), wenn man im Prinzip zwei verschiedene Größen benötigt. Rein gefühlsmäßig ist mein
rechter Fuß eine halbe bis eine Nummer kleiner (oder schlanker) als mein linker Fuß. Ideal wäre es daher, wenn es in Geschäften auch die
Möglichkeit geben würde, zwei unterschiedliche Größen zu kaufen. Hier helfen notfalls nur Einlegesohlen.
Gerade weil klassische Pumps nur im Zehen- und Fersenbereich gehalten werden, kann es leicht passieren, dass man beim Gehen aus dem Schuh heraus rutscht.
Zur Abhilfe werden z.B. Fersenpolster angeboten, die den Schuh kleiner machen sollen und ggf. rutschhemmend wirken. Die Alternative dazu stellt ein ganz
einfaches Mittel dar: Watte. Gerade wenn die Füße unterschiedlich lang sind, helfen auch Fersenpolster nicht weiter, falls man sie in beiden Schuhen
einklebt. Einen Versuch wert ist auf jeden Fall das schrittweise auspolstern der Fußspitze. Beim kürzeren Fuß kommt etwas mehr Watte zum Einsatz. Mit
etwas Glück und einigen Nachbesserungen erhält man zwei perfekt passende Schuhe. Natürlich funktioniert das nicht bei offenen Schuhen.
Ich gehe hierbei von mir persönlich aus. Ich bevorzuge für mich selbst (im täglichen Einsatz) flachere Absätze bis maximal 5 cm.
Da ich einen sehr schlanken Fuß und Größe 41-42 habe, ist es für mich normalerweise kein Problem, einen passenden Damenschuh zu finden. Es kommt nur
darauf an, wie die Schuhe ausfallen und wie breit sie sind. Denn genau das ist das Problem, das ich bei Herrenschuhen habe. Die meisten Modelle sind so
breit geschnitten, dass ich sie während dem Gehen verlieren würde bzw. ich kann sie sogar noch zugeschnürt ausziehen.
Aus diesem Grund schaue ich immer wieder in der Damenabteilung nach, um evtl. dort fündig zu werden. Es muss ja nicht gerade ein klassischer
Pumps sein. Hauptsache der Schuh sieht gut aus, passt und ist bequem. Für mich persönlich sind Damenschuhe daher eine ideale
Alternative. Und so trage ich nun im Winter Damen-Stiefel mit hohem Schaft und Stiefeletten. Der einzige, wenn auch gravierende Nachteil sind die sehr
dünnen Sohlen. Hier hat man schnell kalte Füße, aber warme Beine.
Das andere Extrem ist bei warmem Wetter vorhanden: anstatt einem 'normalen' Halbschuh, in dem es zu warm wird, kann ein leichter Damenschuh wie z.B.
Pumps oder Ballerinas eine sinnvolle Alternative sein, falls keine Sandalen angezogen werden sollen.
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Beim Autofahren kann ein schlanker Damenschuh ebenfalls sinnvoll sein. Warum? |
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Mit einem entsprechend schlanken Schuh kann das nicht passieren!
Jedoch Vorsicht, ich spreche hier nicht von leichten Riemchensandalen oder Pumps bzw. anderen Schuhen mit mehr als 5 - 7 cm Absatzhöhe. So hohe Absätze
halte ich beim Autofahren für ähnlich gefährlich wie die vorher genannten breiten Latschen. Trotz einem Absatz müssen sich die Pedale problemlos
vollkommen durchtreten lassen. Bei Ballerinas oder Pumps mit max. 3 - 5 cm Absatzhöhe ist das ohne weiteres möglich.
So ein Schuh sitzt gut am Fuß, gibt ein gutes Gefühl zu den Pedalen und bleibt nirgends hängen. Für mich persönlich also ideal zum Autofahren. Es
macht daher sicherlich Sinn, ein solches Paar Schuhe im Auto liegen zu haben und bei Bedarf einen 'Reifenwechsel' vorzunehmen. D.h. klobige Schuhe
oder hohe Absätze aus-, und flache Schuhe zum Fahren anziehen.
Klar, es gibt auch feine Schuhe für Männer, vorausgesetzt sie passen einem. Allerdings haben die nicht diesen 'Stil', das gewisse 'Feeling' und sind
eher etwas in Verbindung mit Anzügen.
Ein Besucher stellte einmal die Frage nach dem Größenvergleich zwischen Damen- und Herrenschuhen. Im Prinzip sind die Größen durchaus
vergleichbar - zumindest bei mir. Aber wie immer, gibt es auch hier große Unterschiede zwischen den Herstellern.
Wer normalerweise Herrenschuhe in Größe 44 hat, trägt diese meist auch mit dickeren Baumwollsocken. Bei Damenschuhen wird mit Sicherheit nicht auf
Feinstrümpfe verzichtet. D.h. man kann gleich schon einmal eine Größe abziehen. Dann kommt es natürlich auch auf den Schnitt und die Machart an.
Somit wird aus der Größe 44 im Normalfall eher 42,5 - 43,5 je nach Modell und Marke.
Was auch ganz wichtig ist: halbe Größen. Gerade wenn es auf eine gute Passform ankommt, z.B. bei Pumps, sollte man einen Hersteller mit halben Größen
wählen. Weiterhin ist zu beachten, dass es unterschiedliche Weiten gibt: F, G und H - für schmal bis weit.
Und, auch wenn man beispielsweise die Schuhgröße 7,5 bzw. 41 hat, so kann man leider nicht davon ausgehen, dass nun jeder Schuh in dieser halben
Größe passt. Tamaris fertigt meist etwas kleiner, Gabor eher normal und wieder andere Hersteller eher zu groß. Also liege ich je nach Marke auch einmal
auf 7 oder 8. D.h. hier hilft wirklich nur anprobieren.
Weitere Infos im WebIm Internet gibt es natürlich noch weitere Seiten, die sich mit dem Thema befassen. Ein interessanter Shop, der einerseits Strumpfhosen und Strümpfe verkauft, hat als Schwerpunkt Damenschuhe von Damen- bis Herrengrößen im Angebot. Hier kann jeder Mann seinen 'Damenschuh' finden, egal wie groß er sein muss (wenn er denn auf High-Heels steht). |
Es gibt gute Gründe dafür, dass auch Männer Damenschuhe tragen. Viele Modelle sind voll alltagstauglich und eher als Unisex-Modell
zu deklarieren. Dementsprechend gibt es praktische und liebhaberische Gründe. Im letzteren Fall werden die Schuhe wohl eher nur zu Hause getragen,
weil sie eine zu feminine Optik haben. Oder aber sie ergänzen das komplette Outfit für den Auftritt als Frau.
Wie auch immer - jeder muss selbst wissen, ob ihm das Angebot an Schuhen in der Herrenabteilung ausreicht. Bei meinen Füßen ist das jedenfalls nicht
der Fall - ich kaufe auch in der Damenabteilung und laufe gut damit. Ob es irgendwann auch elegante Pumps sein werden, die ich auch im Alltag
anziehe, wird sich zeigen.
Jedenfalls ist es immer wieder ein gutes Gefühl, endlich auch einmal wirklich passende Schuhe zu finden.
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Stand: 4. Mai 2012
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