Verpackungen für Feinstrumpfhosen


Ein unwichtiges Thema? - nicht ganz!


Normalerweise sind Feinstrumpfhosen in den allseits bekannten flachen Verpackungen erhältlich (Brief-Verpackung). Die Feinstrumpfhose wird mit einem Bein um einen (meist) weißen Karton umlegt und dahinter zusammengelegt. Umgeben ist das ganze normalerweise von einem Papierumschlag, in dem ein kleines Fenster einen ersten Eindruck vom Material (und der Farbe) gewährt.

Karton und Papierumschlag sollten normalerweise so beschaffen sein, dass keine scharfen Kanten vorhanden sind. Ansonsten könnte das Material daran hängen bleiben und Fäden ziehen - nicht nur beim Herausnehmen, auch beim Transport z.B. im Geschäft. Denn es ist leider nicht gerade selten, dass die ersten Fäden schon in der Verpackung gezogen werden.

So zusammen gefaltet, wird die Strumpfhose und der Papierumschlag in eine Plastikfolie eingepackt.


Die ideale Verpackung


Vereinzelt spendiert ein Hersteller der Strumpfhose noch weiches Papier, das die Strumpfhose vor dem Karton schützen soll. Diese Verpackung wäre ideal, ist aber leider selten anzutreffen. Eine weitere Variante ist das Verpacken in eine Folie, bevor das äußere Papier oder in diesem Fall eine Pappschachtel zum Einsatz kommt.


Die Variante mit der folienverpackten Strumpfhose in der äußeren Papphülle hat auch den Vorteil, dass die Strumpfhose leichter wieder in der Verpackung zu verstauen ist - bis zum nächsten Anziehen. Diese optimierte Verpackung wird derzeit z.B. von Cette und Oroblu verwendet.

Wie man auf den Bildern eindeutig sehen kann, hat die äußere Verpackung keine Chance, den Strumpf zu berühren und damit zu beschädigen. Diese Art der Verpackung sollte bei allen höherwertigen Produkten Anwendung finden.

Weil damit die Gefahr von Fadenziehern in der Verpackung deutlich reduziert wird, ist mir das bei den Bewertungen einen zusätzlichen Punkt wert.

optimierte Verpackung

Noch bessere Verpackungen kommen im High-End Bereich zum Einsatz. Hier wird die Strumpfhose in weichem Papier eingepackt. Beides zusammen kommt dann in eine großzügig dimensionierte, aufklappbare Schachtel.


Ganz einfache Verpackungen ...


... sind Pappschachteln. Ohne Folie und sonstigen Schutz besteht hier die große Gefahr, dass die Strumpfhose beim be- oder entpacken beschädigt wird.


Besonders schlechte Verpackungen ...


... sind Knick-Pappschachteln. Auch hier gibt es keinen besonderen Schutz gegen Beschädigungen - im Gegenteil. Gerade an den Bruchstellen besteht erhöhte Gefahr. Fast jede Strumpfhose bekommt hier ihren ersten Fadenzieher. Sie kann dieser Beschädigung eigentlich gar nicht entgehen.

Ein weiterer Nachteil ist der, dass man diese Verpackung nicht mehr wieder sauber verschließen kann. Die Zuordnung von getragenen Strumpfhosen, die man in der Verpackung aufbewahren möchte, ist hier eigentlich unmöglich. Z.B. Hudson bietet solche Modelle an.


Gute Pappschachteln ...


Diese liefert z.B. Silkona. Hierbei handelt es sich um einen Mechanismus, bei dem das Strumpfmaterial nicht mit dem Verschluß in Berührung kommt.




Gar keine Verpackungen ...


Einzelne Hersteller gehen den Weg, die Verpackung gleich ganz wegzulassen. Die Strumpfhose wird nur von einem 'Pappring' gehalten, auf dem das Produkt beschrieben ist. Der Vorteil ist dabei, dass jeder Kunde das Material fühlen kann. Und genau das ist aber auch das Todesurteil für die Strumpfhose. Jeder Dödel kann mit seinen ungepflegten Händen Fäden ziehen und sie dem nächsten Kunde überlassen. Mein dringender Rat hierzu: diese Modelle erst gar nicht kaufen. So etwas kann man sich bei C&A ansehen.

Diese Art von Verpackung sollte ausnahmslos den Fachgeschäften vorbehalten bleiben. Nur dort kann sichergestellt werden, dass evtl. ein Modell als Griffmuster vorhanden ist, alle Anderen aber in ihrer 'ursprünglichen' Umverpackung aus Folie bleiben. Denn diese Modelle werden normalerweise in einer Folie verpackt dem Geschäft geliefert (z.B. von Ergee). Und weil man davon ausgehen kann, dass das Fachpersonal sorgsam mit den Strumpfhosen umgeht, spricht nur im Fachgeschäft nichts gegen diese Verpackung.


Vor- und Nachteile von Verpackungen


Die flachen Verpackungen lassen sich gut (stehend) präsentieren und sind hervorragend geeignet, Strumpfhosen sauber aufzubewahren.

Kleine Pappschachteln lassen sich zwar gut (liegend) stapeln und passen in jede Handtasche, die Strumpfhose wird aber zu sehr in die Schachtel hinein gequetscht. Hierdurch leidet oft das Maschenbild.

Und gar keine (richtige) Verpackungen sind zwar für den Hersteller billig, der Kunde sollte diese aber erst gar nicht kaufen.


Meine Forderung an die Hersteller:


Sorgen Sie für saubere und sichere Verpackungen, die einer empfindlichen Feinstrumpfhose würdig sind. Zu oft kommt es vor, dass erste Fäden schon in der Verpackung gezogen werden. Oft bleibt der innere Karton an der Strumpfhose hängen - so etwas darf einfach nicht vorkommen!

Selbst bei Wolford ist das schon vorgekommen, obwohl das anschließend bei der Reklamation bestritten wurde.


Mein Aufruf an die Verbraucher:


Lassen Sie die Modelle, denen keine anständige Verpackung spendiert wird, einfach liegen. Dies gilt erst recht, wenn Sie schon einmal entsprechende Probleme hatten. Offen angebotene Modelle, vor allem die mit weniger als 60 den, sollten Sie generell nicht kaufen (außer im Fachgeschäft). Nur so können Hersteller zur Vernunft gebracht werden. Denn was nützt diese zweifelsohne sehr billige Verpackung, wenn die Strumpfhose die eigenen Finger, die der Kassiererin oder den Einkaufswagen nicht übersteht - ein teurer Spaß!


Wirkung von Bildern


Natürlich haben auch die Bilder auf den Verpackungen ihre Wirkung. Je hübscher das Bild ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dieses Modell in die Hand nimmt. D.h. hier ist ein gutes Gespür für Optik und Präsentation gefragt.



 


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Seite bearbeitet am 17.06.2018.



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