Feinstrumpfhosen und schön glatte Beine ...


Epilierer - Systemvergleich


Epilierer

Im Februar 2001 kaufte ich mir den 'Braun Silk epil SuperSoft Plus' für ca. 150 DM. So richtig zufrieden war ich damit eigentlich nie. Durch Zufall ergab sich die Gelegenheit, einen 'Philips Satin ice optima' zu testen. Dieser kostete im November 2003 ca. 95 €. Der Aufpreis ist vor allem mit einer reichhaltigeren Ausstattung begründet. Das Nachfolgemodell des Braun kostet mit vergleichbarer Ausstattung nun ca. 99 €, ist also in der gleichen Preislage.


Epilieren


Beim Epilieren werden die Haare an der Hautoberfläche von Pinzetten gepackt und heraus gezupft. Im Gegensatz zur Handpinzette wird hierbei die Haut in unmittelbarer Nähe festgehalten. Damit ist der Zupfvorgang weniger Schmerzhaft. Richtig schmerzhaft wird es erst, wenn sehr viele Häärchen auf einmal gezupft werden, d.h. je mehr Haare vorhanden sind, desto mehr tut es weh.

Zur Linderung dieser Beschwerden gibt es unterschiedliche Systeme: Massage und Eis. Bei der Massage (Braun) sollen spitze Rollen ein Kribbeln erzeugen, dass den Zupfschmerz lindert bzw. angenehm überlagert. Beim Eis (Philips) wird die Haut gekühlt und damit unempfindlicher gemacht.


Pinzetten oder Scheiben


Im Prinzip ist es egal, ob ein Epilierer nun mit Pinzetten (Braun) oder Scheiben (Philips) arbeitet. Hauptsache es funktioniert. Soweit die Theorie. Dennoch gibt es aus meiner Sicht einen eindeutigen Vorteil für ... richtig geraten, für die Scheiben.


Pinzetten


Bei dem Braun-System öffnen und schließen sich die Pinzettenpaare und zupfen die Haare heraus. Über die drehende Walze sind mehrere Pinzettenpaare verteilt. Diese sind untereinander leicht versetzt angeordnet, damit ein möglichst breiter Bereich abgedeckt wird. Da der gesamte Bereich aber nicht lückenlos mit Pinzettenpaaren belegt ist, soll ein Einfädelsystem dafür sorgen, dass die Haare, die in den Zwischenräumen stehen, zur nächsten Pinzette hin geleitet werden. Bei längeren Haaren funktioniert dieses Prinzip normalerweise auch. Braun hat aber bei diesem Modell aber viele stumpfe Kanten in den Weg gestellt, so dass einzelne Haare gar keine Chance haben, umgeleitet und ausgezupft zu werden. Bei dicht gewachsenen Haaren müssten demnach schmale Streifen mit und ohne Haare das Ergebnis sein.


Weiterhin sieht es so aus, als ob sehr viele Haare abgerissen bzw. abgequetscht anstatt ausgezupft werden. Dies könnte daran liegen, dass die Kanten der Pinzetten relativ scharf sind. Hilfreich ist in diesem Fall die Klemmkrafteinstellung. Stellt man diese aber zu locker ein, dann werden die Haare ebenfalls nicht gezupft, sondern gleiten aus den Pinzetten wieder heraus, sie können nicht festgehalten werden.

Leider ist die Verletzungsgefahr bei diesem Modell relativ hoch.

Einen Vorteil haben die Pinzetten aber: sie können selbst sehr kurze Stoppeln packen, die die Scheiben stehen lassen.


Scheiben


Das Einfädelsystem des Philips ist wesentlich besser und feiner durchdacht. Hier klappt der Einfädelvorgang wesentlich besser. Auch wenn nicht gleich beim ersten Anlauf alle Haare entfernt werden, gründlicher und schneller als mit dem Braun geht es jedenfalls.

Die Kanten der Scheiben sind abgerundet. Ein abquetschen oder abscheren der Haare ist mit diesem System nicht zu erwarten. Allerdings gibt es leichte Probleme mit sehr kurzen Haaren.

Fazit: 1:1 unentschieden, mit leichtem Vorteil für Philips


Probleme bei der Anwendung


Ein generelles Problem besteht, wenn man zu lange Haare erwischt, obwohl der Epilierer noch nicht über der betreffenden Hautstelle ist (Oberschenkel, Ansatz Bikinibereich). Hier muss man etwas aufpassen.


Ein zweites Problem besteht dann, wenn die Haut nicht gut genug gestrafft ist, was z.B. in den Kniekehlen passieren kann. Deshalb sollte man die Kniekehle nun bei gestrecktem Bein epilieren. Das ich die Haut einklemmt habe, ist mit dem Braun immer wieder vorgekommen. Dies kann sehr schmerzhaft sein. Jede kleine Unachtsamkeit wird sofort bestraft. Deshalb müsste ich dem Braun-Epilierer eigentlich sogar einen Punkt abziehen. (siehe Bild)

Mit dem Philips-Epilierer habe ich diese Verletzung jedoch noch nie geschafft. Also ein eindeutiges 2:1 für Philips.

 

ca. 2 Stunden nach dem Einklemmen


Geräuschentwicklung


Zuerst dachte ich, oh toll, der Philips ist leiser. Das war aber nur die ersten beiden mal. Mittlerweile ist er vergleichbar laut. Das laute Laufgeräusch der Epilierer kann wirklich sehr stören, vor allem, weil eine Anwendung nun einmal ungefähr eine Stunde dauert. Für beide Systeme eigentlich ein dickes Minus.

Die Plastik-Zahnräder sollten eigentlich leicht gefettet werden, damit sie ruhiger laufen. Man kann jedoch nicht jedes beliebige Fett oder Öl verwenden, weil diese entweder verdicken könnten, oder aber das Material angreifen. Hier sind die Hersteller eigentlich gefragt.


Zur Anwendung selbst


Beide Hersteller geben an, dass man am besten nach einem Voll- oder Duschbad epilieren sollte. Durch das Wasser ist die Haut etwas weicher. Dadurch lassen sich die Haare leichter zupfen. Die Haut muss aber vollkommen trocken sein.

Handlich sind beide Geräte. Der Philips ist etwas kleiner, der Braun etwas handlicher. Vor allem wenn man den Eis-Aufsatz verwendet, wird der Philips reichlich klobig. Hier gibt es einen leichten Vorteil für Braun.


Reinigung der Geräte


Jedem Gerät liegt eine kleine Bürste bei. Bei dem Philips sind die Pinzettenscheiben leichter zu reinigen. Dafür ist das Innenleben etwas zerklüftet. Hier ist der Braun besser. Also unentschieden.


Gesamteindruck


Die leichten Vorteile beim Reinigen und in der Handlichkeit des Braun Epilierers können über dessen schwache Vorstellung bei der Haarentfernung nicht hinweg täuschen. Der Sieger der Systeme heißt also Philips.

Fairer Weise müsste ich zwar auch das aktuelle Braun-Modell testen, um zu sehen, ob dieser mit dem Philips mithalten kann, jedoch noch einen Epilierer ...? (mal sehen, ob sich ein Sponsor findet ...)

Es sieht aber so aus, als ob das Einfädelsystem bei dem neuen Braun-Modell (SoftPerfection) besser geworden ist. Somit dürfte dieses Gerät auch endlich gründlicher arbeiten. Bleibt also noch die Verletzungsgefahr durch Einklemmen ...

Fazit: Weiterhin leichte Vorteile für den Philips ... zumindest so weit ich das bis heute beurteilen kann.


Zubehör beim Philips Epilierer


Dies geht nicht in die Bewertung mit ein ...

Bei dem Braun gibt es nur den Epilierer mit Netzteil und Bürste. Praktisch ist die kleine Tasche, die auch im Reisegepäck Platz hat.

Der Philips-Epilierer wird zusätzlich mit zwei Eis-Akkus, einem Rasier- und einem Peeling-Aufsatz ausgeliefert. Die alles findet in einer großen Tasche Platz. Dieser halbe Koffer ist alles andere als handlich. Es fehlt ein Reiseetui.


Rasieraufsatz


Dieser hat ein innen liegendes Scherblatt und zwei äußere Scherklingen. Längere Haare werden somit sauber abgeschnitten, bevor sie mit dem Scherblatt geglättet werden. Eine saubere Sache. Vollkommen daneben ist allerdings die Reinigung des Rasierblocks. Scharfe Messer, zerklüftete Anordnung usw. machen die Reinigung zum Geduldspiel.


Peelingaufsatz


Eine wirklich gute Idee. Eine flache Fläche ist mit einer rauhen Oberfläche (wie feines Schmirgelpapier) ausgestattet. Diese ist schwingend gelagert und sorgt somit für eine kribbelnde Angelegenheit. Die rauhe Hautoberfläche (Hautschuppen usw.) wird quasi abgeschliffen. Dies ist deutlich an einem weißen Staub zu erkennen. Regelmäßig angewendet, sorgt dieser für eine glatte Hautoberfläche und (hoffentlich) weniger eingewachsene Haare.


Eis-Akkus


Es gibt zwei unterschiedliche Ausführungen. Einer für die Beine, der andere für die Achsel- und Bikinizone. Deren Wirkung habe ich bisher aber noch nicht getestet.


Nachhaltigkeit


Hier kann ich nur von meinen eigenen Erfahrungen ausgehen, also von Männerhaut und -haar.

Nachdem ich nun mehr als vier Jahre regelmäßig epiliere, konnte ich noch nicht feststellen dass die Haare dünner oder weniger werden. Dahin gehende Angaben der Hersteller gehören zumindest bei meinen Beinen in das Reich der Märchen.

Dadurch, dass immer wieder viele Haare einwachsen, können nie alle vorhandenen Haare auf einmal entfernt werden. Es sei denn, man wartet so lange, bis alle wieder draußen sind. Dies würde aber bedeuten, dass man zwischendurch rasieren müsste. Ein weiterer Nachteil ist dabei außerdem, dass je mehr Haare auf einmal gezupft werden, die Sache umso schmerzhafter wird.

Eine drei- bis vierwöchige haarlose Phase gibt es demnach bei mir nicht. Durch die ständig nachwachenden und wieder frei gelegten Haare ist es notwendig geworden, jede Woche einmal zu eplilieren. Der Vorteil dabei ist der, dass das Gesamtniveau an Haaren relativ gering ist, und das Epilieren absolut schmerzfrei ist.

Eine sinnvolle Art und Weise, seine Beinhaare zu entfernen, ist das Epilieren aber auf jeden Fall.



 


Kommentare


Einen Kommentar zu diesem Bericht verfassen.


Seite bearbeitet am 04.05.2018.

Feinstrumpfhosen - Feinstrümpfe - Damenkleidung
Auf dieser Webseite werden teilweise persönliche Daten verarbeitet (z.B. im Kontaktformular). Weiterhin werden Cookies verwendet, um Ihnen einen möglichst guten Service bieten zu können. Wenn Sie diese Seite weiter anschauen möchten, stimmen Sie damit der Nutzung zu. Diese Einstellung wird in einem Cookie abgespeichert.

Nähere Angaben und Infos finden Sie in der Datenschutzerklärung und den Cookie-Einstellungen.