Feinstrumpfhosen

Erfahrungsberichte bzw. Erlebnisse von Besuchern



Ein Besucher (Martin S.) schrieb mir vor kurzem folgende Mail. Er bat mich darum zu betonen, dass diese Story wahr ist (im Gegensatz zu anderen Storys auf einschlägig bekannten Websites).


 


Ich weiß nicht mehr ein noch aus. Seit ich denken kann liebe ich es, Strumpfhosen zu tragen. Das sind jetzt so etwa 27 Jahre. Noch nie habe ich irgend jemandem davon etwas erzählt, geschweige denn gezeigt (bis auf einige Frauen, die die hautfarbenen Strümpfe zwischen meiner Hose und den Schuhen aufblitzen sahen). Seit ich mit meiner jetzigen Freundin zusammen bin (die ein sehr aufgeschlossen Wesen besitzt), spiele ich mit dem Gedanken, mich zu "outen". Zumindest vor ihr.


 Vor einigen Wochen stieß ich auf diese Internetseite und fasste nach längerer Lektüre einen Entschluß: ich würde es ihr sagen, bzw. zeigen. Die ständige Halloween-Werbung im Fernsehen brachte mich auf die Idee: Ich suchte im Lokalblättchen nach einer größeren Halloween-Party und wurde prompt fündig. Eine groß angekündigte Party in unserer Stadthalle sollte in zwei Wochen stattfinden. Hastig bastelte ich am Computer eine Einladung für meine Freundin zusammen. Sie war vollauf begeistert (ich bin nicht gerade für meine spontanen Unternehmungen bekannt), und wollte gleich Kostüme für uns beide zusammenstellen. Ich konnte sie jedoch überzeugen, daß wir uns getrennt Gedanken über die Kostüme machen sollten, das wäre doch viel spannender.


Da saß ich nun. Bis 2 Tage vor der Party war ich hin- und hergerissen zwischen den tollsten Verkleidungen (natürlich immer mit Strumpfhosen), aber ich konnte mich einfach nicht recht entscheiden! Vor allem hatte ich eine Riesenangst, daß ich mich lächerlich machen könnte, oder daß man mich für schwul halten würde, usw.. Am Tag vor der Party probierte ich dann in meiner Wohnung mein selbstgemachtes Kostüm an. Zwei Meter schwarzer Glanzstoff, ein spitzer breitkrempiger schwarzer Hut vom Halloween-Sonderstand, ein Paar schwarze Handschuhe, eine billige rothaarige Perücke, ein Paar schwarze Pumps aus dem Resteladen (Urban) und ein Paar hauchdünne unverstärkte schwarze Seidenstrumpfhosen mit Naht von Fogal (nach 20 Anproben aus meiner 250Paar-Sammlung herausgesucht) wurden zu einem einigermaßen stattlichem Hexenkostüm mit einem äußerst kurzen Rocksaum. Nicht gerade sehr einfallsreich, aber eigentlich ich war mit der Optik ganz zufrieden.


Plötzlich merkte ich, daß ich das auf der Party sicher nicht anziehen könnte, meine Angst war einfach zu groß. So saß ich da, ich arme kleine (172cm) Hexe. Ich spürte die Tränen kommen, aber da riß mich die Türklingel aus meiner Sentimentalität. Sie wandelte sich zu purer Angst, mein Herz schlug plötzlich doppelt so schnell. Wer konnte das sein? Ich erwartete jedenfalls niemanden. Hektisch lief ich umher und hoffte, daß das Klingeln aufhört. Aber es wurde immer öfter und länger geklingelt. Wenn es meine Freundin war, war ihr klar, daß ich zuhause sein mußte, denn mein Auto stand vor dem Haus und ich hatte sichtbar Licht in der Wohnung. Ich war außer Atem, ohne mich überhaupt angestrengt zu haben. Völlig kopflos hielt ich eine Sekunde inne. "Süßes oder Saures, Süßes oder Saures!" war aus dem Hausflur zu hören. Kinder! Inzwischen war ein Klopfen gegen meine Wohnungstür dazugekommen. Mir wurde nun klar, wer vor der Tür stand. Ohne groß weiter nachzudenken (war wohl sowieso nicht mehr möglich) öffnete ich die Tür und da standen sie: 5 Mädchen und 2 Jungen, alle ca. 12-13 Jahre alt, in selbstgemachten Gruselkostümen (Zwei der Mädchen hatten, so wie ich selbst, schwarze Strumpfhosen an). "WOW, Sie sehen ja besser aus als wir!" hörte ich ein Mädchen sagen und schon schrieen sie wieder "Süßes oder Saures, Süßes oder Saures!". Da ich keine Süßigkeiten da hatte, holte ich meine Geldbörse und ging zurück zur Tür. Während ich in der Börse kramte (und überlegte, wieviel ich geben sollte), sagte ein anderes Mädchen "drehen sie sich mal,... wie sie aussehen..". Ich trat aus der Wohnung in den Flur und drehte mich einmal langsam um mich selbst. "Hey, toll.." und "Wow, schöne Beine haben Sie! ... die Naht is' geil ..." waren einige Reaktionen, die ich ehrlich gesagt nur schlecht erinnere (echt Schade), da ich wohl einen totalen Blackout hatte. Schließlich zog ich einen 20er aus dem Portemonnaie und gab sie einem der Mädchen. Sie bedankten sich und zogen wieder laut rufend von dannen.


Ihre Sprüche allerdings waren wahrhaftig Dank genug. Mir wurde erst klar, was gerade passiert war, als ich die Tür wieder geschlossen hatte. Es war passiert! Ich hatte mich in Strumpfhosen gezeigt! Und die Reaktionen waren mehr als positiv! Ich spürte kurzzeitig ein wahnsinniges Hochgefühl. Am liebsten wäre ich rausgelaufen und hätte mich den Kindern angeschlossen. Erst langsam wurde mir klar, was da eben passiert war. Ich freute mich über die Reaktionen der Kinder und ärgerte mich über meine eigene Unaufmerksamkeit und Leichtsinnigkeit. Zum Glück war ich in der Nachbarschaft nicht sehr bekannt, da sich in der Großstadt niemand wirklich um den anderen kümmert. Ich hätte sie doch noch fragen sollen, wie sie es finden, daß ich als Mann mich als Hexe verkleidet habe und Strumpfhosen trage, und, und, und. Was ich erlebt hatte, war jedoch schon fantastisch genug gewesen. Ich behielt das Kostüm den ganzen Abend an, um das ganze auszukosten. Vielleicht hoffte ich auch ein kleines bißchen, daß noch weitere Kinder kommen würden. Immer wieder holte ich mir die Bilder vor Augen, vor allem aber die bestätigenden Sätze der Mädchen. Toll, hatten sie gesagt und meine Beine in den schwarzen Nahtstrumpfhosen bewundert. Es war also möglich. Ich fühlte mich derart bestätigt, daß ich mir fest vornahm, meine Freundin am nächsten Abend in diesem Kostüm zu begrüßen und mit ihr auf die Party zu fahren.


Am nächsten Tag musste ich mich im Büro wieder auf andere Dinge konzentrieren und so verging die Zeit wie im Flug. Wieder zu Hause angekommen waren Angst und Zweifel jedoch wieder da. Um acht sollte sie bei mir sein, damit wir zusammen losfahren könnten. Also hatte ich noch knappe 3 Stunden, um mir ein anderes Kostüm zu besorgen. Ich bekam die nackte Panik! Von "Ich fühl mich nicht so gut." bis "Ach, HEUTE ist die Party?" gingen meine Einfälle für Ausreden. Es hatte keinen Zweck. Bis halb acht hatte ich weder ein anderes Kostüm noch eine im geringsten glaubhafte Ausrede. Ohnmächtig vor Ausweglosigkeit zog ich das Hexenkostüm mit den Nahtstrumpfhosen an. Ich versuchte, den Rocksaum weiter nach unten zu ziehen, aber der Stoff war damit nicht ganz einverstanden. Ein handbreiter Schlitz war das Resultat. Das war echt zuviel! Ich kramte in Schränken und Schubladen nach Nadel und Faden. Nichts zu finden. Da ging auch schon die Türklingel. Nein, ich geh' nicht ran! Nach dem zweiten klingeln war mir klar, daß ich in der Falle saß. Ich ging zur Tür und öffnete sie einen Spalt breit. Sie hatte einen langen Mantel an und war deutlich stärker geschminkt als sonst. "Hallo, können wir dann?" sagte sie und drückte gegen die Tür. Ich drückte ebenfalls fester und plapperte "Ich weiß nicht... ich...". "Was denn, zeig' Dich doch mal...", erwiderte sie und drückte nochmals fester. "Ich seh' doof aus,... war 'ne blöde Idee..." sagte ich und hielt die Tür fest. "Ach, zeig' schon..., antwortete sie, "... wir müssen doch auch los...". "OK, aber nicht lachen...", ich ließ die Tür los und sah zum Boden. Ich wollte wohl ihre Reaktion nicht sehen. "Ey, das ist ja 'n Ding! Wo hast Du das denn her?", kam sie herein und musterte mich. "Selbstgemacht" sagte ich und schaute sie an. "N' bißchen mutig,...... aber OK. Nur so ganz ohne Make-Up kannst Du damit nicht gehen!". Flugs holte sie Puder, Lippenstift und Wimperntusche aus der Handtasche und ehe ich mich versah machte sie sich an meinem Gesicht zu schaffen. "So,..... jetzt geht's ..." hörte ich sie sagen. Ich war wie verstummt. Eigentlich passte meine Stimme auch nicht mehr so recht zu meinem Outfit. Ich schnappte mir meinen Hexenbesen und wir zogen los.


Irgendwie waren wir dann zur Stadthalle gelangt, ich kann mich (leider) kaum an Details erinnern. Nur daran, daß ich mit den Pumps Probleme beim Autofahren hatte. Den ganzen Abend erlebte ich wie in Trance. Meine Freundin war ganz in rot gekleidet, trug ebenfalls einen kurzen Rock und dazu rote Netzstrümpfe (darunter, so erkannte ich, hatte sie die hautfarbenen unverstärkten 40den-Seidenstrumpfhosen (Penny, 3.99DM) angezogen, die ich letztens bei ihr in der Wäscheschublade liegen sah) . Auf dem Kopf trug sie solche rot blinkenden Teufelshörnchen. Und an ihrem Po hatte sie eine dicke Kordel mit einem Puschel am Ende befestigt. Echt süß sah sie aus als Teufelchen. Wir tanzten viel. Dicht um uns herum Massen von anderen düsteren Gestalten in horrormäßigen Kostümen (Viele der Frauen trugen schwarze Strumpfhosen zu ihren Kostümen). Das einzige, was hier auffiel, war mein etwas unbeholfener Tanzstil (was sicher auch an den zu engen Pumps lag). Aber nach einiger Zeit hatte ich mir etwas von meiner Freundin abgeguckt. Ihre Absätze waren zwar noch einiges höher als meine, aber sie flog damit nur so übers Parkett. Stundenlang vor allen Leuten zu tanzen wie eine Frau war eine unbeschreibliche und unvergessliche Erfahrung für mich. Wir sprachen nur wenig, bei der lauten Musik musste man einfach zu sehr schreien. Aber ihre Blicke verrieten, wie fröhlich und ausgelassen sie war. Und das übertrug sie auch auf mich. Es war einfach fantastisch, wie frei und ungezwungen ich mich bewegte. Der Effekt war aber auch, daß das Kostüm nichts besonderes mehr war. Es war, als wäre es total egal, ob ich als Hexe, Zauberer, Zombie oder sonstwas angezogen war. Und damit traten dann auch die Strumpfhosen völlig in den Hintergrund. Es ging soweit, daß ich sie beinahe nicht mehr spürte. Ich hatte das Gefühl, daß wir wie zwei Freundinnen zusammen in die Disco gegangen waren und uns herrlich amüsierten. Aber etwas irritierte mich. Ich wußte nämlich nicht, ob ich das gut oder schlecht finden sollte, denn es brachte mich meinem Ziel nicht näher, ganz im Gegenteil. Aber extra auf die Strumpfhosen, die ich trug aufmerksam zu machen, erschien mir irgendwie übertrieben und unangebracht. Sie waren zu unwichtig geworden. Obwohl sie sicher mehr als präsent waren, waren sie vollkommen in den Hintergrund gerückt. Das machte mir Angst, denn wenn ein Traum in Erfüllung zu gehen droht, dann macht es vielleicht bald keinen Sinn (und keine Freunde) mehr, davon zu träumen.


Auf dem Heimweg grübelte ich trotzdem weiter darüber nach, ob und wie ich meiner Freundin den wahren Zweck meines Kostüms noch mitteilen könnte. Doch mir wollte nichts einfallen. Mir kam es so vor, als würde eine Freundin der anderen beichten wollen, daß sie gern Strumpfhosen trägt. Irgendwie blöd. Vor meiner Wohnung angekommen, fand ich einen der begehrten Parkplätze direkt vorm Haus. Wir stiegen aber nicht sofort aus dem Auto. Meine Freundin beugte sich zu mir hinüber und wir küßten uns lange und innig. Um nicht herüberzufallen, legte sie ihre Hand auf mein rechtes Bein. Ich fühlte, wie sie dabei, bewußt oder unbewußt, sanft hin und her über mein Knie strich. Meine Empfindungen in diesem Augenblick waren äußerst befremdend, wenn ich heute daran zurückdenke. Sie streichelte mein Bein! Das ich dabei eine Strumpfhose trug, daran kann ich mich erst im nachhinein erinnern! In dem Augenblick jedoch dachte ich nicht daran! Irgendwie war sie wie nicht vorhanden! Dabei gehörte dieser Moment immer zu meinem Traum, und dort war die Strumpfhose immer die absolute Hauptsache! Nach einiger Zeit sagte sie "Ich muß morgen früh raus. Blöd, daß die Party nicht am Wochenende war, es war wirklich schön.". Sie verabschiedete sich mit einem weiteren langen Kuß, stieg in ihren Wagen und fuhr nach Hause.


Im Grunde hatte auch sie meine Strumpfhosen gar nicht bemerkt. Nicht wirklich. Sie hatte jedenfalls kein Wort darüber verloren. Immer nur "Tolles Kostüm ... witziger Einfall ... sieht gut aus ...", aber die Strumpfhosen waren eben kein Thema. Hatte sie sie absichtlich ignoriert? War es ihr selbst peinlich? Oder nahm sie nur Rücksicht auf meine eigene Peinlichkeit? Nein, die Strumpfhosen waren ganz einfach totale Nebensache. Genau wie jede andere Einzelheit des Kostüms, der Hut, die Schuhe ... Für sich genommen völlig unwichtig! Erst nach weiteren 20 Minuten stieg ich aus dem Auto und ging in meine Wohnung. Ich hatte mein Kostüm praktisch vergessen. Ich bewegte mich in dieser Verkleidung als wären es meine Alltagsklamotten. In diesem Moment hätten mir sogar meine Eltern begegnen können, es hätte mir nichts ausgemacht. Im nachhinein frage ich mich, wie es dazu kommen konnte. Ein schönes Erlebnis war die Party allemal, aber irgendwie war an diesem Abend mein Traum geplatzt. Oder war er etwa in Erfüllung gegangen?


Ich war und bin komplett verwirrt. Ich hoffte, meine Freundin würde mich in den Tagen danach noch einmal auf das Kostüm ansprechen, dann hätte ich sie doch noch fragen können, wie sie die Strumpfhosen fand. Aber diese Frage wäre doch echt bescheuert, denn sie waren doch eh nur Nebensache bei dem Kostüm. Genauso gut könnten wir noch mal über den Besen sprechen, oder den Hut oder andere unwichtige Einzelheiten. Die Strumpfhosen waren eben nicht das Kostüm. Sie gehörten sogar fast zwangsläufig dazu, wie alles andere auch. Die Strumpfhosen waren sogar noch das Accessoire, das man beim Hexenkostüm am ehesten völlig weglassen könnte, ohne daß irgendjemand etwas vermissen würde!


Bis heute habe ich (was absolut ungewöhnlich für mich ist) keine Strumpfhosen mehr unter Hosen angezogen. Sie versteckt zu tragen, bringt mir einfach nichts mehr. Dabei war ich früher schon beim Anfassen frisch ausgepackter Strumpfhosen in höchste Erregung geraten. Aber nun? Kein Wohlgefühl. Keinen Spaß. Keine Erregung. Punkt. Aus. Seit ich am eigenen Leib erlebt habe, wie eine Frau Strumpfhosen (be)nutzt, empfinde ich sie als nichts besonderes mehr.


Nun ist genau DAS meine Angst. Mein ganzes Leben drehte sich bisher um diesen Fixpunkt. Und jetzt? Was wird jetzt? Was ist mir gebleiben? Fixpunkt. Fixierung. Heißt das nicht auch starr, unbeweglich gewesen zu sein? Nur immer das eine zu suchen mit den Augen, wenn eine Frau auftaucht? Völlig gefangen zu sein vom Glanz zweier hauchzart umhüllter Beine? Bietet das Leben denn nicht viel mehr...? Oder ist das nur eine Phase? Kann ich sie überwinden? WILL ich sie überwinden? Oh, diese Fragen. Frage ich mich im Ernst gerade, wie ich meinen Fetisch, der mich mein ganzes Leben lang gefesselt und gegängelt hat, wieder zum Leben erwecken kann auf das alles von vorne losgeht? Im Moment spüre ich eine riesige Leere in mir, was nur könnte sie auffüllen? Oder soll ich einfach hoffen, daß das Gefühl irgendwann zurückkommt ... M.


P.S.: Bewahrt Euch Eure Träume ... einen Traum zu leben geht meiner Erfahrung nach nicht.



 


Kommentare


Einen Kommentar zu diesem Bericht verfassen.


 


  • Hut ab vor Deinen Mut! Sehr aufmerksam habe ich Deine Geschichte gelesen. Auch mir ergeht es ähnlich. Ich bin seit jeher fasziniert von Strumpfhosen. Solche selber zu tragen, mich Schritt für Schritt zu verwandeln, das war lange Zeit auch mein Traum. Was geblieben ist? Uff, ein täglicher Kampf - Anton

Seite bearbeitet am 04.05.2018.

Feinstrumpfhosen - Feinstrümpfe - Damenkleidung
 
Kontakt

Für einen bestmöglichen Service verwendet diese Webseite Cookies. Wenn Sie auf dieser Seite weitersurfen, stimmen Sie deren Nutzung zu.
Nähere Hinweise: Datenschutzerklärung.